„Am Strampel“, Nordhorn

Städtebau

Ausgehend von einer gewünschten „städtischen“ Bebauungsdichte in unmittelbarer Zentrumsnähe haben wir ein Konzept entwickelt, welches die Baumassen kompakt, aber verträglich bündelt und damit die Spitze der Insel, die auch für die gegenüberliegenden Uferseiten bedeutsam ist, grün belässt.

Im Gegensatz zu der vorhandenen Zeilenbebauung mit zwei öffentlichen Seiten war es uns wichtig eine Struktur zu schaffen, die klar öffentliche und private Bereiche trennt: Die Geschlossenheit zur öffentlichen Erschließungsseite und die Öffnung der entstehenden privaten Höfe zum Wasser. Der mittlere Block bezieht sich auf sich selbst bzw. verbindet sich mit dem Grünbereich der westlichen Reihe der vorhandenen Zeilenbebauung.

Das Areal wird über Fuß- und Fahrradbrücken an die gegenüber liegenden Uferseiten und die damit benachbarten Stadtteile, sowie die überörtlichen Wegenetze entlang der Vechte, angebunden.
Die Schule, Grünbereiche und die Innenstadt sind hierüber zu erreichen.

Die verkehrliche Erschließung erfolgt über die bereits vorhandenen Stichstraßen, die zu einem Straßennetz verknüpft werden. Der Verkehr wird in einem Einbahnstraßensystem um die Spitze geführt. Darüber legt sich ein Wegenetz für Fußgänger und Radfahrer, welches Querverbindungen und den Bezug zur Vechte herstellt.

Jeweils zwei der Blöcke bilden eine Einheit mit darunter befindlichem Kellergeschoss und Tiefgarage, die über eine Rampe erschlossen wird. Der mittlere Block wird ebenfalls mit Kellergeschoss und Tiefgarage unterbaut.

Die geforderten Garagen werden – räumlich untergeordnet- in das System integriert.

Architektur

Die Gebäude werden als dreigeschossige U-förmige Körper ausgebildet. Ein gemeinsamer Sockel hebt die Erdgeschosswohnungen auf Hochparterre-Niveau, um auch dort eine angemessene Privatsphäre zu schaffen. Die barrierefreie Erschließung ist auch hier über den Aufzug gesichert. Alle Wohnungen erhalten einen privaten Freibereich. Die Wohnungen im Erdgeschoss können den Sockel als privaten Garten nutzen. Soweit möglich sind die Wohnungen so orientiert, dass sie einen Ausblick zum Wasser haben. Alle Wohnungen sind mindestens zu zwei Himmelsrichtungen orientiert. Eine Nutzung der Dachräume ist möglich und könnte die Dichte in dem Areal bei Bedarf erhöhen.

Die U-förmigen Gebäude erhalten in den Innenecken je eine Erschließung, bestehend aus Treppe und Aufzug, der bei Bedarf auch entfallen könnte. An jedem Treppenhaus befinden sich im Regelgeschoss vier Wohnungen, die sich in die Flügel erstrecken. Die relativ kleinen Wohnungen können so wirtschaftlich erschlossen werden. Jeder Baukörper erhält einen gemeinsamen Eingang, über den man auch in den Hof gelangt.

Der Grundriss bietet viel Spielraum für die Entwicklung unterschiedlicher Wohnungsgrößen und Typen. Die gezeigten Wohnungen entsprechen i.d.R. den geforderten Größen. Es entstehen ein -,zwei -,drei – und vier- Personen Haushalte. Bei einer weiteren Durcharbeitung können diese mannigfach variiert werden.

Die Konstruktion soll insbesondere dauerhaft und auch regionaltypisch sein. Die Gebäude sind in massivbauweise und zweischaligem Fassadenaufbau mit Klinker-Vormauerschale konzipiert. Das geneigte Dach wird mit massiver Decke und ortstypischer Ziegeldeckung geplant.

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